Feuerwehrhaus

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Das multifunktionale Feuerwehrhaus der FF Münzkirchen wurde im Jahr 2006 fertiggestellt und bezogen. Für die Errichtung des Gebäudes wurden alleine in Eigenregie über 7000 Mannstunden aufgebracht. Die Bauherrnschaft wurde von der Feuerwehr selbst übernommen, was auch den Vorteil zeigte, das bei den wesentlichen Gestaltungselementen die Vorstellung der Feuerwehr berücksichtigt wurden und ein Haus, das die vollste Zufriedenheit der Mannschaft aufweist entstand.

 

Vorplatz:

Der Vorplatz mit den Parkmöglichkeiten für die Einsatzkräfte wurde mit Verkehrsinseln von der Zufahrsstraße getrennt. Diese wurde großteils mit heimischen Bäumen bepflanzt. Direkt vor dem Gebäude wurde auf einem, für unsere Gegend typischen Granitstein, eine morderne - zum Ambiente des Gebäudes passend - Statue des heiligen Florians angebracht. Diese wurde vom ortsansässigen Künstler (Hans Polterauer) gestaltet und findet sich auch auf dem Fahnenblatt der Traditionsfahne wieder. Der Schlauchturm auf der Gebäuderückseite wurde so gestaltet, dass auch Abseilübungen über die Fassade möglich sind. Ausserdem wurden im Gebäudeumfeld Platz die Übungsbahn für den Jugend- bzw Leistungsbewerb und für Übungen verschiedenster Art geschaffen.

 

Erdgeschoss:

Das Erdgeschoss wurde in einen Einsatz- und Schmutzbereich bzw den Verwaltungsbereich unterteilt. Diese sind durch einen Halbstock räumlich getrennt.


Einsatz- und Schmutzbereich:

Im Einsatzfall können die Feuerwehrmänner direkt über eine eigene Haustür in den von der Fahrzeughalle räumlich getrennten Umkleideraum gelangen. Dort befindet sich auch ein Informationsbildschirm, an dem die Einsatzadresse und der Einsatzgrund angezeigt werden angebracht. Daneben befindet sich ein Schalter der die Einsatzübernahmebestätigung über das Warn- und Alarmsytem (WAS) direkt an die Landeswarnzentrale übermittelt.

Direkt neben dem Umkleideraum wurde die Fahrzeughalle mit den Einsatzfahrzeugen angeordnet. Von dieser kann auch mittels Kran und Beladekorb des große, in der Gallerie im ersten Obergeschoss eingerichtete Lager beschickt werden. Im hinteren Bereich der Fahrzeughalle wurde der Schlauch- und sonstige Waschbereich mit einer direkten Zuggangsmöglichkeite in den Schlauchturm eingerichtet. Der Schlauchturm hat über eine Leiter einen dirketen Zugangsbereich zu der im Dachgeschoss eingerichteten Atemschutzstrecke und ist daher auch Atemschutzübungen als Ausgangsbasis nutzbar. Ein räumlich getrennter Kompressorraum mit einem 18 KVA Notstromaggregat und den Kompressoren für die Fahrzeuge und dem restlichen Gebäude sowie dem Kompressor für die Atemluftfüllstation sind ebenfalls von der Fahrzeughalle direkt erreichbar.

Vom Umkleideraum ausgehend sind ebenfalls die Mannschaftsduschen erreichbar. Im hinteren Teil des Gebäudes befinden sich die Werkstatt des Zeugwartes und die Atemschutzwerkstatt. Diese ist mit einem Dreiteiligen Waschbecken, einem Maskentrockenschrank einer Atemluftfüllstation und einem EDV-Arbeitsplatz ausgerüstet. Somit ist eine Wartung, Überprüfung und Verwaltung der eingesetzten Atemschutzgeräte und Masken einfach möglich. Ausserdem sind diesem Raum die Gerätschaften gelagert und der Arbeitsplatz für den Strahlenschutzzug eingerichtet.

 

Verwaltungsbereich:

In diesem Teil des Erdgeschoss befinden sich die Einsatzleitstelle "Florian Münzkirchen" mit WAS-Bedienungselement, FAX und Server, das Büro des Kommandanten das gleichzeitig als Besprechungsraum für Großeinsätze (KHD) und für Kommandositzungen dient und das Büro des Kassiers und des Schriftführers angebracht. Weiters wurde sanitäre Einrichtungen und ein kleiner Umkleideraum und eine Duschmöglichkeit für das weibliche Personal eingerichtet. Im Vorhaus wurden ein Schaukasten mit der alten - aus dem Jahr 1925 angeschafften - Traditionsfahne und ein Fahnenschrank mit der Traditonsfahne angebracht. Über Treppen gelangt man in den Schmutzbereich, in das Putzzimmer und in das erste Obergeschoß.

 

1. Obergeschoss

In diesem Geschoss befinden sich der Aufenthaltsraum der Mannschaft, der Schulungs und der Jugendraum. Der Schulungsraum ist mit Videobeamer ausgestatt und durch eine Schiebewand mit dem Aufenthaltsraum verbunden. Bei geöffneter Schiebewand entsteht ein 11m langer und 6m breiter Raum. Somit können auch große Schulungen des gesamten Pflichtbereiches Münzkirchen (für ca 70 Personen) durchgeführt werden. Der Aufenthaltsraum beinhaltet eine Küche mit Schankanlage.

Für Übungen unserer Jugendgruppe wurde ein eigener Jugendraum mit Spinden, großem Übungstisch und diversen Spielgeräten geschaffen. Vom Vorhaus ausgehend gelangt man über den Technikraum in die Gallerie der Fahrzeughalle und in die Bekleidungskammer. Die Gallerie wird als Zentrallager der Feuerwehr genutzt. 2 Sanitäreinrichtungen wurden ebenfalls im Obergeschoss eingerichtet.

 

Dachgeschoss:

Im Dachgeschoss wurde in Eigenregie eine Atemschutzstrecke eingerichtet. Diese teilt sich auf 2 Räumlichkeiten auf und wird auch für die Atemschutzleistungsprüfung des Bezirksfeuerwehrkommandos Schärding genutzt. Von der Atemschutzstrecke hat man einen direkten Zugang in den Schlauchturm. Somit können auch Übungen über die Leiter von der Fahrzeughalle ausgehend durchgeführt werden. Ausserdem wurde im Schlauchturm ein Wandhacken fachmännisch installiert um Abseilübung von einem Fenster entlang der Hauswand durchführen zu können.

Im zweiten Raum des Obergeschoss wurde ein kleines Feuerwehrmuseum eingerichtet. Hier werden alte Feuerwehrgerätschaften, Uniformen und Medaillen ausgestellt und gibt einen geschichtlichen Überblick über das über hundert Jahre alte Feuerwehrwesen in Münzkirchen.

 

Feuerwehrhaus - Umsiedlung

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FEIERLICHE ÜBERSIEDELUNG INS NEUE HEIM !

Am Samstag, 12. August 2006 wurde unser Feuerwehrhaus im Rahmen eines Tages der offenen Feuerwehrtür offiziell bezogen.

Ein letztes Mal wurden unsere Einsatzfahrzeuge ins alte Haus im Ortszentrum überstellt. Die offizielle Verabschiedung erfolgte durch Altbürgermeister Johann Höller, unter dessen Ära als Bürgermeister auch der Beschluss für unsere Neuerrichtung fiel, sowie Abordnungen der politischen Parteien, Bürgermeister,Amtsleitung, Feuerwehrkommandanten und Bezirkskommandant Max Helm. Ein letztes Mal wurde von uns Weizenbier und Weißwürschte in den alten Räumlichkeiten genossen.
In einem feierlichen Festauszug, bei dem auch eine Abordnung unserer Patenfeuerwehr Engertsham und die 4 Kommandanten der übrigen Münzkirchner Feuerwehren, gefolgt von unseren Einsatzfahrzeugen mitmarschierten, wurden die Feuerwehrtore in der Hofmark nach ca 50 Jahren endgültig geschlossen.

Im neuen Zeughaus angekommen wurden die Ehrengäste durchs neue Haus geführt. Ab 13:00 waren die Kinder im Rahmen der Ferienpassaktion zu Gast, und ab 14:00 wurde im Rahmen des Tages der offenen Feuerwehr der Bevölkerung unser Haus vorgestellt.

Abgerundet wurde das Eröffnungsfest durch die feierliche Tafelenthüllung durch Nationalrat August Wöginger an der Aussenwand des neuen Gebäudes .

Zur Musik von 3 Münzkirchner Musikern (Edi Spreitzer, Hermann Spitzenberger und Sepp Bischof) wurde anschließend der gemütliche Teil eröffnet. Für die Kinder fanden noch ein Luftballonstart und Fahrten mit dem Einsatzfahrzeug statt. Die Prämierung der weitest geflogenen Ballons findet im Rahmen des Feuerwehrfrühschoppens am 17. September statt.

           

 


    
ES IST VOLLBRACHT !!!

Nach der von den Feuerwehrleuten eingebrachten Arbeitsleistung von ca. 7.200 Stunden wurde die Arbeiten fast zur Gänze abgeschlossen und so konnte am Samstag den 22. Juli 2007 das neue Zeughaus bezogen werden.

Kurzbeschreibung und Vorteile des neuen Hauses:

  • Die neue Raumaufteilung und die Schaffung von Arbeitsplätzen für die Geräteinstandhaltung, Atemschutz und vorallem auch die Errichtung der neuen Einsatzleitstelle ermöglicht es uns, Einsätze in noch qualifizierter Form zu koordinieren und die Gerätschaften für neue Einsätze sicher und problemloser zu warten.

 

  • Durch die Schaffung eines modernen Schulungsraumes mit Videobeamer samt EDV-Anlage wird auch die Ausbildung in der Feuerwehr den Ansprüchen in zeitgerechter Form ermöglicht.

 

  • Für überörtliche Einsätze wurde ein Kommandoraum, der auch als Besprechungsraum für den Katastrophenstab genutzt werden kann mitberücksichtigt.

 

  • Zusätzlich wurden für das Atemschutztraining Räumlichkeiten geschaffen, in denen unsere Atemschutztrupps üben können. Diese können jederzeit aber auch als Notschlafquartier genutzt werden.

 

  • Die Feuerwehrjugend wurde bereits bei der Planung berücksichtigt. In einem neuen Jugendraum kann diese ungestört theroretisch üben und am Rasenplatz die praktischen Übungen abhalten.

 

  • Der Schlauchturm wurde so konzipiert, um diverse Übungen (zB abseilen ... ) darin durchführen zu können.

 

  • In der Gallerie oberhalb der Fahrzeughalle wurde eine große Lagerfläche geschaffen.

 

  • Errichtung einer Atemschutzübungsstrecke für die Atemschutzausbildung und Training der Feuerwehrkameraden in der Feuerwehr

 

Unser ehemaliges Feuerwehrhaus:

  Bei jeder Feuerwehrhausüberprüfung wurde auf Grund der schlechten Bausubstanz, der räumlichen Enge, und der gefährlichen Ausfahrt auf die Riedelbacher Landesstraße das bisherige Feuerwehrhaus von den Verantwortlichen bemängelt. Somit war eine Neuerrichtung eines neuen Feuerwehrhauses unumgänglich.
Seit den frühen 90-er Jahren liefen Verhandlungen mit der Gemeinde und den Verantwortlichen beim Land Oberösterreich und des Landesfeuerwehrkommandos die schließlich im Jahr 1997 einem Neubau zustimmten.
Nach dieser positiven Entscheidung und diversen vorangegangen Planungen wurde im Jahr 2000 mit den Planungsarbeiten für das jetzige Zeughaus begonnen.
Am 15. September 2003 fand unter Beisein der politsch Verantwortlichen die feierliche Spatenstichfeier statt.

   
Offizieller Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus ( 15.09.03 )