Feuerwehr Münzkirchen

Zahlreiche Einsätze durch Schneedruck

Geschrieben von Simon am .

Grenzüberschreitender Einsatz im Landkreis Traunstein!

 

Auf Grund eines internationalen Hilfsersuchens aus Bayern formierte sich in den frühen Morgenstunden ein Katastrophenschutzzug (F-KAT) mit einer Führungseinheit aus dem Bezirk Schärding darunter auch die FF Münzkirchen im Feuerwehrhaus Schärding und begab sich ins Einsatzgebiet im Landkreis Traunstein. Insgesamt 73 oberösterreichische Einsatzkräfte von acht Feuerwehren aus dem Bezirk Schärding mit 12 Fahrzeugen waren den ganzen Tag über im Einsatz. Zusätzlich war für die Startphase auch die Bezirkswarnstelle Schärding mit 2 Mann besetzt und koordinierte die Abreise. Unter der Leitung von Bezirks-Feuerwehrkommandant Alfred Deschberger und Abschnitts-Feuerwehrkommandant Michael Hutterer wurde von der Einsatzleitung vor Ort ein Großobjekt den oberösterreichischen Kräften zur Hilfeleistung zugewiesen. Es galt dort die gesamt mehr als 3.000 m² große Dachfläche von den mehr als einen Meter hohen Schneemassen zu befreien. Der einsetzende Regen machte die Arbeit nicht gerade leicht. Gesichert über eine Drehleiter sowie vom Korb des Schweren Rüstfahrzeugs aus agierten die Einsatzkräfte. Der bereits schwere Schnee machte die Arbeiten nicht gerade einfacher. In der Erstphase wurde auch die Einsatzleitung vor Ort durch die Infrastruktur der beiden mitgeführten Kommandofahrzeuge unterstützt. Mit insgesamt 17 Personensicherungssets, 31 Schneehexen und unzähligen Schneeschaufeln wurde den Schneemassen der Kampf angesagt.

Der Einsatz vor Ort wurde von Abschnitts-Feuerwehrkommandant Michael Hutterer geleitet, welcher auch die Gesamtkoordination des Einsatzes – auch die Vor- und Nachbereitungsphase – übernahm. Der Einsatzzug selbst wurde von Kommandant Thomas Strasser, das Führungselement von Kommandant Johannes Veroner geleitet.

Auch Landes-Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Robert Mayer machte sich vor Ort im Landkreis Traunstein ein Bild von der Lage.

Was dieser Einsatz sehr deutlich gezeigt hat ist, dass das vor zwei Jahren eingeführte neue F-KAT-System (Organisation für den gebietsübergreifenden Katastropheneinsatz) sehr gut funktioniert. Die im letzten Jahr durchgeführte Übung hat sich als sehr positiv erwiesen, konnte heute die Theorie und die Übung effizient und helfend in die Praxis umgesetzt werden.

„Das engmaschige Feuerwehrsystem hat heute wieder einmal eindrucksvoll seine Stärke bewiesen. Ein Zug unterwegs, im eigenen Bezirk ein flächendeckendes Einsatzszenario, welches ebenfalls gut koordiniert abgearbeitet werden konnte“, so Bezirks-Feuerwehrkommandant Alfred Deschberger. Abschnitts-Feuerwehrkommandant Michael Hutterer fügte hinzu: „Gerade der Bezirk Schärding konnte bei Hochwasserereignissen schon oftmals von überregionaler Hilfe profitieren und wir sind froh, heute wieder einmal einen Teil davon zurückgeben zu können“!

Folgende Feuerwehren/Einheiten waren am 13.Jänner in Bayern im Einsatz:

  • Einsatzleitung des BFKDO Schärding (Bereitschafskommando u. Teile des Kommandozuges)
  • Feuerwehr Esternberg
  • Feuerwehr Esternberg / LZ Wetzendorf
  • Feuerwehr Münzkirchen
  • Feuerwehr Laufenbach
  • Feuerwehr St. Florian am Inn
  • Feuerwehr St. Roman
  • Feuerwehr Schardenberg
  • Feuerwehr Schärding
  • Feuerwehr Wallensham
  • Team für Öffentlichkeitsarbeit des BFKDO Schärding

Die Feuerwehr Münzkirchen war zuhause ebenfalls gefordert:

Parallel zum Einsatz in Bayern waren die Feuerwehren Münzkirchen und Schießdorf mit Schneedruckeinsätzen beschäftigt. Durch den starken Schneefall mussten ab ca. vier Uhr früh mehrere Einsätze abgearbeitet werden. Insgesamt waren es an diesem Tag über zehn Einsätze. Hauptsächlich das Freimachen der Verkehrswege von umgestürzten Bäumen war die Hauptaufgabe. Ein Gemeindestraße musste vorsorglich gesperrt werden, da das Arbeiten für die Einsatzkräfte in der Nacht zu gefährlich gewesen wäre. Diese Straße konnte jedoch am Nachmittag wieder für den Verkehr freigegeben werden.

 

Fotos & Bericht: BFKDO Schärding und FF Münzkirchen

 

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